Wenn die Kinderbücherei der Weltsprachen auf ihrer Website ihre Sprachen aufzählt, steht Arabisch an erster Stelle, vor Chinesisch, Dari, Farsi, Kurdisch und Urdu. Die Zweigstelle wurde 2015 eröffnet und führt Kinder- und Jugendbücher in über 50 Sprachen. Ihren Schwerpunkt legt sie nach eigener Beschreibung auf Mehrsprachigkeit und Interkulturalität, bei den Büchern ebenso wie bei den Veranstaltungen.
Arabischsprachige Eltern, deren Kinder neben Deutsch auch die arabische Schrift lesen lernen sollen, finden hier die erste Adresse. Die Karte kostet für Kinder nichts.
Wo die arabischen Bücher stehen
Die Seite „Interkulturelles“ der Büchereien Wien nennt zwei Standorte mit arabischen Büchern beim Namen:
- Kinderbücherei der Weltsprachen, Hütteldorfer Straße 81a, 1150 Wien: Kinder- und Jugendbücher in über 50 Sprachen, Arabisch eingeschlossen.
- Bücherei am Leberberg, Rosa-Jochmann-Ring 5/1, 1110 Wien: Kinderbücher auf Arabisch und auf Somali.
Die Öffnungszeiten stehen unter „Standorte & Öffnungszeiten“ auf der Website der Büchereien.
Mehrere Zweigstellen haben außerdem ein Regal namens „Bunte Sprachenwelt“ mit zwei- und mehrsprachigen Bilderbüchern. Welche Sprachen dort stehen, verrät die Seite nicht.
Für Erwachsene führt der Weg zuerst in die Hauptbücherei am Urban-Loritz-Platz 2a in Neubau. Die Büchereien nennen sie ihr „Sprachen-Zentrum“. Laut wien.info, dem offiziellen Tourismusportal der Stadt, umfasst ihr Bestand über 400.000 Medien, von Büchern über Tonträger bis zu Zeitschriften. Wie viele arabische Titel für Erwachsene darunter sind, geht aus der Beschreibung nicht hervor. Vor dem Weg lohnt daher ein Blick in die Mediensuche, den Onlinekatalog. Für Gruppen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, bietet die Hauptbücherei eigene Führungen an.
Was die Karte kostet
Die Tarife laut Gebührenseite, gültig seit 1. Jänner 2026 (abgerufen am 30.10.2026):
| Karte | Preis |
|---|---|
| Kinder und Jugendliche bis 18 | kostenlos |
| Jahreskarte | 45 Euro |
| Ermäßigte Jahreskarte | 15 Euro |
| Tageskarte (eine Entlehnung für vier Wochen, keine Verlängerung, keine Online-Vorbestellung) | 6 Euro |
Ermäßigt bekommen die Karte Schülerinnen und Schüler, Lehrlinge und Studierende, außerdem Zivil- und Präsenzdiener. Wer wenig verdient, braucht dafür einen Mobilpass oder Kulturpass. Studierende ab 24 zahlen nur dann den ermäßigten Tarif, wenn sie Familienbeihilfe beziehen.
Asylwerberinnen und Asylwerber zahlen keine Jahresgebühr, Verspätungs- und Vorbestellgebühren fallen für sie aber an. Sie können höchstens zehn Medien gleichzeitig entlehnen. Bestseller, CDs, DVDs, Noten und einige andere Medien sind ausgenommen, Sprachlernmaterial, Bücher und das digitale Angebot dagegen frei zugänglich. Als Nachweis akzeptieren die Büchereien unter anderem die weiße Aufenthaltsberechtigungskarte für Asylwerbende, die graue Karte für subsidiär Schutzberechtigte, die Servicecard des Fonds Soziales Wien (FSW) und die Aufenthaltskarte für Geflüchtete aus der Ukraine.
Im Juni 2025 kostete die Jahreskarte ohne Ermäßigung laut einer Aussendung der Stadt Wien noch 36 Euro. Seither ist sie um neun Euro teurer geworden.
Wie man sich anmeldet
Einschreiben kann man sich in jeder Zweigstelle und in der Hauptbücherei. Mitzubringen ist ein gültiger Lichtbildausweis, Voraussetzung ist eine Postadresse in Österreich. Der Meldezettel kommt in den Einschreibebedingungen nicht vor.
Für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr braucht es einen Lichtbildausweis des Kindes, eine von den Erziehungsberechtigten ausgefüllte und unterschriebene Einverständniserklärung sowie deren amtlichen Ausweis.
Seit Juni 2025 geht die Anmeldung auch online, am Handy oder am Computer, zu den üblichen Gebühren. Mit Kartennummer und Passwort lassen sich die digitalen Angebote sofort nutzen. Wer sich später in einer Bücherei eine physische Karte holt, bekommt eine neue Nummer.
E-Books und Zeitungen am Bildschirm
Dieselbe Karte öffnet die Virtuelle Bücherei. Die Stadt Wien zählte im Juni 2025 dort 83.000 E-Books und 8.000 digitale Hörbücher. Dazu kommen internationale Zeitungen und Magazine als ePaper aus hundert Ländern in 60 Sprachen, rund 7.000 Ausgaben, erreichbar über PressReader und Austria Kiosk. Welche 60 Sprachen das sind, sagt die Aussendung nicht. Wer eine bestimmte arabische Zeitung sucht, prüft das am besten direkt auf der Plattform.
Vor dem ersten Entlehnen
Laut den Entlehnbedingungen der Büchereien (Stand Juni 2022) lässt sich die Leihfrist höchstens zweimal verlängern, solange die Karte gültig ist und niemand das Medium vorbestellt hat. Wer zu spät zurückgibt, zahlt als Erwachsener 40 Cent pro Tag und Medium, für Kinder und Jugendliche sind es 20 Cent. Eine Vorbestellung kostet 1,60 Euro, eine neue Karte nach Verlust 4 Euro.





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